1982 gegründet, stellt das Black Audio Film Collective bis zu seiner Auflösung 1998 eine der einflussreichsten Künstlergruppen Großbritanniens dar, insbesondere als Teil des Black British Arts Movement. Zum Black Audio Film Collective gehörten John Akomfrah, Reece Auguiste, Edward George, Lina Gopaul, Avril Johnson, David Lawson und Trevor Mathison.
Als BAFC produzierten sie u.a. Filme, Videos, Installationen und Plakate und erhielten für ihre Arbeit zahlreiche Auszeichnungen, darunter für ihren ersten Film Handsworth Songs von 1986, der von den Unruhen in Birmingham-Handsworth erzählt, dies jedoch in einer nicht-autoritativen Weise (ohne das klassische Voice-Over des konventionellen Dokumentarfilms). Vielmehr werden zahlreiche subjektive Stimmen und Perspektiven laut, aus denen der Zuschauer eine eigene Sichtweise entwickeln muss. Weitere Filme folgten u. a. mit Twilight City (1989) und Last Angel of History (1996). Neben dem experimentellen Umgang mit Found Footage, filmischem Archivmaterial und Sound steht das BAFC für die Vorstellung einer pluralen Gesellschaft und ein solidarisches Miteinander, ein Verständnis, das auch die Arbeitsweise als Kollektiv beeinflusste. Zugleich zeugt ihre Arbeit in und mit den Repräsentationsmedien der modernen Massengesellschaft von den sozialen und politischen Mechanismen in der Zuschreibung von Identität. Daher ist die Untersuchung der „politics of representation“ ein zentraler Gegenstand in den Filmen des BAFC.
Neben der Tatsache, dass sie häufig für das Fernsehen produzierten, insbesondere für Channel Four, waren Werke des BAFC u. a. auch auf der Documenta X (1997) und XI zu sehen (2002). Eine detailiertere Biografie des Black Audio Film Collective findet sich auf den Seiten des British Film Institute.

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