2001 ist eine nichtverbale Erfahrung.
Das „Schweigen der Bilder“ (Kay Kirchmann), aber auch das „ultimative Pathos“ (im Lichttunnnel), wie man in Anlehnung an Waldenfels sagen könnte. Dort heißt es: „Dieses Pathos schließt gewisse Züge des Widrigen, Unerwünschten und auch des Verletzenden ein, wie es in alltäglichen Wendungen wie „Ins Auge springen“ … oder „Hervorstechen“ anklingt.“ (Kap. II, 1)
Der Zusammenhang von kreativer, also menschlicher Intelligenz, und künstlicher Intelligenz führt letztendlich auf die Frage nach dem Stellenwert dessen, was als „instrumentelle Intelligenz“ bezeichnet werden kann.
„Anstelle des Begriffs, der Sprache, in der allein sich rationales Sein und Erkennen vollziehen kann, setzt Kubrick eine Ontologie des Bildes, des Sehens als Träger eines neuen Mythischen.“ (Kirchmann, S.118)
Kreis-Motiv im Film; demgegenüber: der Monolith als Viereck. In der Formsprache C.G. Jungs ist der Kreis die ursprüngliche Ganzheit, während das Rechteck oder Quadrat das Bewusstsein, die Ratio verkörpert.
Kreis/Quadrat
Mythos/Logos
Romantik/Aufklärung
Die Quadratur des Kreises!! Die rationale „Beherrschbarkeit“ bzw. Formalisierung des Mythischen (vielleicht sogar des Nicht-Bewussten, des Unbewussten). Zugleich zeigt dies „das Bemühen des Menschen, seine eigene Substanz in jene der Gottheit übergehen zu lassen, sich also zur Göttlichkeit hin zu läutern.“ (S.120)
Bruce Nauman: The true artist helps the world to reveal the myths about itself.
In wie weit sind Erfahrung und Kreation untrennbar?
Doppelereignis von Pathos und Response